Lange habe ich die Einkäufe für Bekleidung, die zur kühleren Jahreszeit passt, aufgeschoben. Da es nun aber leider kälter geworden ist war akuter Handlungsbedarf. Meine Frau wurde dankenswerterweise zu Hause von einem freiwilligen Besuchsdienst betreut. Ich hatte zwei Stunden Zeit, um die geplanten Einkäufe und Erkundungen zu erledigen. Online hatte ich mir bereits einen ersten Überblick verschafft.
Shop 1: 2 x Onlinekauf erforderlich - 1 x Direktkauf mit Problemen an der Kasse
In Shop 1 war das Online identifizierte Hemd nicht zu finden, obwohl kein Hinweis auf eine nur Online-Verfügbarkeit vorhanden war. Ein vergleichbares Produkt, allerdings mit einem Kragen, den ich partout nicht haben wollte, war im Überfluss vorhanden, auch wenn sich mir die Sortierung nicht erschloss. Am Regal selbst waren jede Menge Hinweise angebracht, dass einige (Über-) Größen nur Online verfügbar sind. Das Verkaufspersonal war nur zur Auskunft: “Hemden sind dort, müssen sie mal selber schauen” bereit. Ergebnis: Hemd Online bestellen.
Für meine Frau konnte ich mir einen grundsätzlichen Eindruck zur tatsächlichen Länge von zwei unterschiedlichen Winterjackenmodellen verschaffen. Die konkret gewünschte Größe war jeweils nicht vorrätig. Somit eine weitere Online-Bestellung erforderlich.
Erfolgreich konnte ich ein warmes Unterhemd für meine Frau finden und wollte dieses schnell an der Selbstbedienungskasse bezahlen. Ich legte das Produkt in die Wanne. Mehrfach bestätigte ich die unterschiedlich formulierte Frage nach der Menge der zu zahlenden Produkte. Dann erschien der Hinweis, dass eine manuelle Kontrolle erforderlich sei. Leider war kein Verkaufspersonal zu sehen. Ich konnte auch keine Leuchte entdecken, die anzeigt, dass Hilfe benötigt wird, wie bei den Rewe-SB-Kassen, die beim Kauf von Weingummi immer eine Alterskontrolle erfordern. Das Kassendisplay bot aber auch keine Möglichkeit zum Abbrechen oder irgendeine andere Option. Ein nächster Versuch an der Nachbarkasse führte zum gleichen Ergebnis. Ich machte mich dann auf den Weg und suchte den nächstbesten Verkäufer auf. Dieser gab längliche Codes in die Kasse ein (ich hätte das mitfilmen sollen, da die Eingaben auf dem Touchdisplay jeweils kurz angezeigt wurden). Er musste einiges in ein Formular des ERP-Systems eintragen, bevor ich mit Karte bezahlen konnte.
Shop 2: Je Produkt nur eine Größe vorrätig ➡️ Onlinekauf
In Shop 2 fand ich einen Hoodie für meine Frau. Dieser, wie vermutlich alle Produkte dort, war allerdings nur in einer Größe vorrätig. Könne man aber gerne in der gewünschten Größe bestellen und wäre in einer knappen Woche abholbereit. Auch hier wird wieder ein Online-Kauf erfolgen.
Shop 3: Nur in blau vorrätig ➡️ Onlinekauf
Beim Betreten des Shops wurde ich freundlich mit den Worten begrüßt: „Sorry, wir bauen hier gerade etwas um. Melden Sie sich bitte bei Fragen.“ Im Eingangsbereich wurde scheinbar eine neue Diebstahlmeldeanlage installiert. Dauerndes Alarmgepiepse signalisierte unterschwellig, das Ladenlokal schnell wieder zu verlassen. Ich fand eine interessante Jacke im Herrensortiment, die als Damenjacke für meine Frau gut geeignet schien. Leider konnte ich im Damenbereich keine vergleichbare Jacke finden. Daraufhin sprach ich eine Mitarbeiterin im Eingangsbereich an und bat um Auskunft. „Ja, die Jacke gibt es auch für Damen. Wir haben sie allerdings nur in Blau vorrätig, können wir aber gerne in der Wunschfarbe bestellen.“ Okay, bestellen kann ich auch selbst.
Aus dem geplanten umfangreichen Einkauf wurde dann nur ein Mini-Einkauf vor Ort, und der Rest wird online bestellt. Ich habe es zumindest versucht! Ich sollte darüber nachdenken, ob ich einen Einkaufsratgeber erstelle, in dem die wenigen noch vorhandenen Geschäfte aufgeführt sind, in denen man noch richtig gut beraten wird und auch einkaufen kann. Das wird vermutlich eine sehr überschaubare Liste werden.